Terraforming Teams

Terraforming Teams machen aus ITIL-Mondlandschaften immergrüne DevOps-Oasen – gibt es das wirklich? Oder ist ein Team nur eine Gruppe von irgendwelchen IT-lern?

Die Sicht des deutschen Durchschnittsunternehmens

In vielen großen deutschen Unternehmen spricht man noch von „IT-Projekten“ – und meint damit, dass Software in einem begrenzten Zeitraum entwickelt wird, um dann jahrelang betrieben zu werden. Diesem Modell liegt die Annahme zu Grunde, dass sich Anforderungen an die Software nur sehr selten ändern. Nach der ersten Inbetriebsetzung der entwickelten Software löst sich „folgerichtig“ das Entwicklungsteam auf, um sich in anderen Projekten wieder neu zu rekombinieren.

Mitarbeiter sind „IT-Menschen“, die „das schon machen“. Jeder Entwickler kennt die Situation, wenn ein Nicht-IT-Mensch über seinen „Einsatz“ entscheiden soll: Da werden Programmiersprachen abgefragt, über Datenbankhersteller in der HR-Datenbank gefiltert oder im schlimmsten Fall nur über eine Preiskategorie aussortiert…

Was aber, wenn ein ein Team nicht einfach ein Scrum-Team aus beliebig zusammen-gecasteten Menschen mit IT-Background wäre, sondern sich der Team-Zusammenhalt jenseits der eigentlichen Projektaufgabenstellung über eine gemeinsame Vision definieren würde?

Die Consort Sicht der Dinge

Bei Consort nehmen wir uns die Freiheit, Dinge anders zu sehen – hierzu zählt auch wie unsere Mitarbeiter „klassifiziert“ werden.

Jeder Kollege hat bei Consort die Freiheit, zwischen den folgenden Teamtypen jeweils passend zu seiner aktuellen Motivation und Lebenssituation wechseln:

Typ 1: Terraforming-Teams

Das Terraforming-Team bereitet in Innovationsprojekten Umgebungen für die nachfolgenden Teams vor. Jedes Mitglied in diesem Team ist von der Qualifikation her ein Consultant und

  • kann mit derber Kritik seitens des Auftraggebers gut umgehen,
  • ist extrem frustrationsresistent,
  • hat schon viele mögliche (und unmögliche) Kombinationen von Technologien in freier Wildbahn gesehen,
  • hat einen enormen Gestaltungswillen und
  • ist angstfrei im Bezug auf die Auswirkung seiner Entscheidungen (auch im Bezug auf die eigene Beauftragung).

Das wesentliche Merkmal eines Terraforming Teams ist, dass es jeweils nur wenige Monate wirkt und sich dann neuen Aufgaben stellt. Es bereitet die Übergabe an nachfolgende Teams mit aufwändiger Dokumentation und durch viel automatisierte Infrastruktur bzw.Tests vor.

Terraforming Teams sind aufgrund der hohen Kosten meist nur für später mehrfach genutzte Software einsetzbar, z. B. für Cloud Plattformen oder Developer Frameworks.

Typ 2: Experten-Teams

Die Aufgabe eines Experten-Teams ist es, Referenz-Produkte herzustellen. Diese Referenzprodukte dienen in vielen Fällen Folgeprojekten als Template.

Wer in einem Experten-Team dabei sein will, muss

  • einen hohen Qualitätsanspruch ans das gesamte Team haben,
  • seine Liebe zum Detail Außenstehenden verständlich machen können,
  • über langjährige Erfahrung in der verwendeten Technologie(n) verfügen und vor allem
  • eine enorme Reflektionsfähigkeit besitzen, um das Referenzprodukt im Vergleich zur Konkurrenz richtig einschätzen zu können.

Experten-Teams sind eine unschlagbare Waffe, wenn in kurzer Zeit ein amtliches Ergebnis erzeugt werden soll! Viele Personaler glauben, es reicht aus, einen einzelnen Experten in ein beliebiges Team zu „verpflanzen“, um ein Experten-Team zu kreieren.
Die Realität sieht anders aus: Experten sind oft schwierig im Umgang und/oder unnachgiebig in fachlichen Positionen. Das kann dann schon mal zu endlosen Diskussionen in der Kaffee-Ecke mit anschließender schlechter Laune führen. Ein echtes Experten-Team aus mehreren Experten, die gemeinsam einer „unsichtbaren Linie“ folgen und sich gegenseitig blind vertrauen, ist deshalb extrem selten…

Typ 3: In-House Teams

In-House Teams setzen sich entweder aus fest angestellten Mitarbeitern zusammen, die einen geregelten Arbeitstag haben oder aus Mitarbeitern der beiden erstgenannten Teams, die sich nach einem stressigen Einsatz in einer stabilen Umgebung „ausruhen“.

Stabilität über einen langen Zeitraum sowie eine hohe Vertrautheit mit den Gepflogenheiten im Unternehmen sind die wesentlichen Kennzeichen eines In-House Teams.

 

Wer in einem In-House Team arbeitet, ist

  • schätzt Stabilität und eine gewisse Vorhersehbarkeit bei den fachlichen Aufgaben,
  • möchte nicht unbedingt ein Künstler sein und sich nach außen darstellen müssen,
  • hat Freude daran, immer besser in wiederkehrenden Aufgaben zu werden

Typ 4: Area51 Team

Jeder der glaubt, er hätte schon alles gesehen, liegt früher falsch als ihm lieb ist – deshalb behaupten wir bei der Consort Group lieber nicht, alle Team-Typen bereits zu kennen.

Unser Area51-Team arbeitet an einem uns unbekannten und geheimen Ort an coolen Dingen, die die Welt braucht – wir haben euch nur noch nicht auf unserer Gehaltsliste… 😉

 

 

 

 

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